Die 10 + 1 Dinge, die man beim Einsatz von Filterpressen wissen sollte
Folge 3 – Die Auswahl der Zusatzgeräte
Willkommen zurück zur dritten Folge unserer technischen Rubrik „Die 10 + 1 Dinge, die man beim Einsatz von Filterpressen wissen sollte“. Ein Forum zum Austausch von Betriebserfahrungen und bewährten Verfahren zur Optimierung der Planung und des Betriebs von Filteranlagen.
Thema des Tages: Warum ist die richtige Auswahl der Zusatzgeräte wichtig?
Damit ein Fest-Flüssig-Trennsystem effizient und zuverlässig funktioniert, reicht es nicht aus, nur eine gute Filterpresse auszuwählen: Der gesamte Prozess muss sorgfältig berücksichtigt werden.
Zunächst müssen die Filtrationsparameter und die erwarteten Leistungen durch genaue Labor- oder Pilotanlagenversuche genau definiert werden, um das Verhalten des Produkts zu charakterisieren und die optimalen Betriebsbedingungen zu ermitteln.
Sobald die Eigenschaften der Filterpresse ermittelt sind, ist es von entscheidender Bedeutung, alle Hilfsgeräte richtig zu dimensionieren und auszuwählen, da diese eine entscheidende Rolle für die Zuverlässigkeit und Effizienz des Prozesses spielen.
Die Förderpumpe: das Herzstück des Systems
Unter den Zusatzgeräten ist die Förderpumpe sicherlich eines der wichtigsten.
Sie ist nämlich die Pumpe, die den für den Filterprozess erforderlichen Druck erzeugt: Die Filterpresse „erzeugt“ keinen Druck, sondern steuert und hält ihn durch das Zusammenpressen des Plattenpakets aufrecht.
Bei der Auswahl der Pumpe müssen die Beschaffenheit des Schlamms und die Betriebsbedingungen berücksichtigt werden:
- Enthält das Produkt grobe oder abrasive Feststoffe, sollten Pumpen aus verschleißfesten Materialien gewählt werden;
- Ist das Produkt chemisch aggressiv, sind hingegen korrosionsbeständige Komponenten und Auskleidungen erforderlich.
Nicht immer fällt die Wahl auf eine Kreiselpumpe: In vielen Fällen kann die Anwendung Kolben-, Membran- oder Schneckenpumpen oder sogar die Kombination mehrerer Pumpentypen erfordern, je nach Zufuhr- und Filterphase.
Während des Zyklus arbeitet die Pumpe zunächst bei maximaler Fördermenge und niedrigem Druck, um dann schrittweise auf minimale Fördermenge und hohen Druck umzuschalten, während sich die Kammern füllen und der Widerstand des Filterkuchens zunimmt.
Bei Filtern mit Membranplatten stoppt die Pumpe bei einem niedrigeren Druck, wobei das Entwässerungssystem (mit Luft oder Wasser) die Aufgabe übernimmt, die Entwässerung abzuschließen und den Druck zu erhöhen.
Installation und weitere grundlegende Hinweise
Die richtige Auswahl der Pumpe reicht nicht aus: die Position und die Installation sind ebenso entscheidend.
Eine falsche Positionierung kann nämlich Kavitationserscheinungen begünstigen, was zu einer Beschädigung der Pumpe und einem Effizienzverlust führt.
Die hydraulischen Schläge müssen sorgfältig berücksichtigt werden, insbesondere wenn sich die Filterpresse auf einer deutlich höheren Ebene befindet als die Ebene, auf der sich die Pumpe und der Zufuhrbehälter befinden.
Ähnliche Aufmerksamkeit muss auch anderen Hilfsgeräten gewidmet werden, wie:
- den Kompressoren, die für den Betrieb der Entwässerungssysteme, für die Entleerung des Core Blow oder für das Cake-Blasen verwendet werden (Themen, auf die wir in einer der nächsten Folgen näher eingehen werden);
- den Pumpen für die Cake- und Filtertuchreinigung, deren Auswahl die Dauer und Qualität des Filtrationszyklus beeinflusst.
Ein wichtiger Grundsatz, den es zu beachten gilt
Die Effizienz einer Filterpressenanlage hängt nicht nur von ihrer Konstruktion ab, sondern auch vom harmonischen Zusammenspiel aller unterstützenden Geräte: Jede Komponente trägt zum Erfolg des Filtrationsprozesses bei.





